Selbstdarstellung

Was ist dieser „Freiraum“?

Freiraum ist ein Zusammenschluss vieler Jugendlicher aus den verschiedensten Subkulturen, die in Dachau einen Ort schaffen wollen, an welchem jeder seine kulturrellen Wünsche und Bedürfnisse ausleben und verwirklichen kann.

Wieso denn das?

Wieso das alles? Fernsehen, Computerspielen, Kaffetrinken in überteuerten Cafés, mangelnde soziale Kontakte, Kultur lediglich als Konsumgut. Ist das wirlich das Leben, das es anzustreben gilt?
Wäre es nicht viel besser einen Platz zu haben, an dem jeder die Möglichkeit hat, seine eigenen Ideen auf einfache und unkomplizierte Art umzusetzen? An dem er eine Gemeinschaft vorfindet, die ihn unvoreingenommen und offenherzig aufnimmt? An dem er neue Freundschaften knüpfen kann und produktiv mit anderen Menschen zusammen arbeiten kann? Wo das Leben nicht mehr nur aus tristem Konsum und sozialer Isolierung besteht, sondern wo man sich jeden Tag aufs neue freuen kann sein Leben so gestalten zu können wie es einem wirklich entspricht und wo man Annerkennung nicht über materialistische Statusobjekte bekommt sondern wo man sich durch seine Taten und Ideen behaupten kann!

Schön und gut, aber wie soll das bitte funktionieren?

Hmm….. eigentlich ganz einfach! Durch basisdemokratische Selbstverwaltung.

Schöner Fachbegriff, aber wie funktionert das?

Hört sich kompliziert an, hat aber eigentlich gar nichts mit irgendwelchen ausgefeilten politischen Konzepten zu tun. Jeder kennt eigentlich dieses Prinzip. Das ist ein ganz natürliches Prinzip, das überall da zum greifen kommt, wo Menschen in der Gemeinschaft zusammenarbeiten, ohne dass es irgendwelche Hierarchien gibt. Im Optimalfall sollte dies beispielsweise in der Familie und dem Freundeskreis der Fall sein.
Es besagt eigentlich nur, dass es keinen Chef gibt, keinen der sagt wo es lang geht und was gemacht wird. Es heißt aber nicht, dass deswegen alles im Chaos endet. Es heißt lediglich, dass die Gemeinschaft zusammen die Verantwortung trägt und dass auch die Gemeinschaft zusammen entscheidet was gemacht wird. Dazu gibt es regelmäßig ein Plenum, wo über alles was passiert ist und als nächstes ansteht in Ruhe gesprochen werden kann. Dabei gilt es immer zu versuchen, eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten zusagt (Konsensentscheidung). Alle Mitglieder haben dabei die gleichen Rechte und Pflichten.

Ihr seid schon ganz schöne Spinner! So was ist doch nie möglich….

Das haben uns vor zwei Jahren, als wir des erste mal mit der Idee eines selbstverwalteten Zentrums an die Öffentlichkeit gegangen sind, ziemlich viele gesagt! In den letzten zwei Jahren haben wir aber über 1000 Unterschriften für das Projekt gesammelt und haben es geschafft, von der Stadt einen Raum mitkostenfrei zur Verfügung gestellt zu bekommen. Diesen haben wir in kompletter Eigenregie von einer alten Sauna mit kaputter Decke, veralteter Elektrik und fehlender Wasserversorgung in einen Ort verwandelt, an dem sowohl Konzerte als auch Theater, Bildungsarbeit, Filmvorführungen oder einfacher Cafébetrieb möglich sind. Das haben wir aber nicht alleine geschafft. Auf unserem Weg haben wir mehrere hundert Mitstreiter gefunden, die an die selbe Idee geglaubt haben und ihren individuellen Beitrag dazu geleistet haben!
Falls du immer noch der Überzeugung bist, dass es nicht möglich ist einen Ort zu haben, an dem Menschen friedlich in einem hierarchiefreien Gefüge zusammenarbeiten und so ihre Träume verwirklichen, dann schau einfach bei uns vorbei und lass dich eines Besseren belehren!!! 🙂