Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

AntiFa Cafe im Oktober

Oktober 1 @ 19:30 - 23:30

Die extreme Rechte an der Regierung



Was uns in der BRD bislang verwehrt blieb, ist anderenorts bereits Realität. Die extreme 
Rechte befindet sich nicht nur im Aufwind, sondern stellt als Koalitionspartner 
Regierungen. Im Zuge neoliberaler Umwälzungen, der Finanzkrise 2007/08 und schließlich 
der so bezeichneten „Flüchtlingskrise“ konnten Parteien rechts des Konservatismus hohe 
Wahlergebnisse einfahren. Rassismus wurde zum Erfolgsfaktor. Aber migrations- und 
asylfeindliche Losungen beantworten noch keine gesellschaftlichen Fragen.

Wie verhalten sich extrem Rechte, wenn sie an den Fleischtöpfen der Macht sitzen? Hier 
handeln die verschiedenen Akteur_innen in einzelnen Aspekten durchaus unterschiedlich, 
auch wenn ihnen grundlegende Haltungen und vor allem Widersprüche gemein sind. Harte 
law and order Gesetzgebungen schließen eine neoliberale Wirtschaftspolitik nicht aus. 
Selbst in dem Falle, dass soziale Zugeständnisse zur Steigerung der eigenen Popularität 
gemacht werden, heißt das nicht, dass soziale Belange zum Anliegen der extremen Rechten 
zählen. Die Schwäche gegensätzlicher politischer Ansätze, sprich der Linken, nutzen sie, 
um den Diskurs weg von Verteilungsfragen hin zu Wertdiskussionen um die vermeintlich 
eigene kulturelle oder gar biologische Identität zu verschieben.

Anhand von fünf Beispielen aus Osteuropa, Skandinavien und dem benachbarten Österreich 
wollen wir dieser Frage auf den Grund gehen. Versuchen die einen Kreide zu fressen, um 
sich einen seriösen Anstrich zu verpassen, radikalisieren sich die anderen, ohne dies 
groß kaschieren zu müssen. Die Liebe zum „Eigenen“ geht einher mit dem Hass auf das 
bürgerlich liberale Staatsverständnis und auf solidarisch egalitäre Ansätze sowieso. 
Von der Einschränkung der Pressefreiheit, der Bekämpfung von Gewerkschaften und 
zivilgesellschaftlichen Initiativen bis zur revisionistischen Umdeutung der Geschichte 
im Sinne der jeweiligen Nationalist_innen. Zu beobachten ist eine autoritäre Formierung, 
die den gezielten langfristigen Umbau gesellschaftlicher Verhältnisse zum Ziel hat. 
Darüber müssen wir reden und hoffen im Anschluss auf eine spannende Diskussion.



offen ab 19:00 Uhr 
Beginn 20:00 Uhr

Details

Datum:
Oktober 1
Zeit:
19:30 - 23:30